Ich wäre gern Gehirntourist Würde gerne wissen, wie das so ist Ohne Bauchschmerzen Im Flugzeug zu sitzen Aus dem Fenster auf die Welt zu staunen Ganz ohne zu schwitzen Den Aufzug im Hotel zu starten Ohne auf die Katastrophe zu warten Ohne von mir als Schlimme-Dinge-Magnet Oder vom Schicksal auserwählt Zu denken Ja, wäre ich Passagier in einem anderen Kopf Gäbe es einen Entspann-dich-Knopf Und ich würde mich einfach treiben lassen In den Massen, ohne Grimassen zu beachten Doch bleibt mir nur die Vorstellung Denn zur ständigen Verfügung Steht mir nun mal dieses Gehirn Und Gelassenheit muss ich stets trainieren Ja, manchmal ist es schwer Doch dann lebe ich eben aus Trotz um so mehr
die Frau neben mir ist noch nie geflogen mit großen Augen sieht sie nach draußen dort, sagt sie irgendwann und deutet mit dem Finger siehst du, dort, die Lichter? ich sehe sie, ja, ich sehe sie so wunderschön, so unwirklich unter uns funkelt ein Sternenmeer neben die vertraute Angst tritt ein leises Staunen und vielleicht sogar ein Glücksgefühl, ganz vorsichtig wir lächeln uns an, die Frau und ich und ich mache ein Foto, ein Erinnerungsstück ich weiß, nach all der Überwindung, da wartet immer das Glück
Ich bin schon seit Jahren dabei, an meiner Flugangst zu arbeiten. Mittlerweile wird es mit jedem Flug etwas besser. Die Bauchschmerzen davor kriege ich nicht los. Auch das mulmige Gefühl während des Fluges und gerade während der Landung bleibt. Trotzdem steige ich immer wieder ein, denn vermeiden ist keine Lösung. Das zeigt dem Gehirn, dass die Angst berechtigt ist. Beim Fliegen ist das jedoch nicht der Fall. Das ist eine irrationale Angst.
Fliegen ist die sicherste Art zu reisen, Punkt. Meine Tipps gegen Flugangst: – Keine Medien konsumieren, die überemotionalisieren alles, was mit dem Fliegen zu tun hat – Keine Katastrophendokus schauen – So viele Fakten wie möglich sammeln (Podcasts, Bücher, Interviews, …) – Einer Flugangstgruppe beitreten (z.B. auf Facebook) – Am Flughafen die Flugzeuge beobachten