Ein Gedicht

folge deinen Lippenbewegungen
doch schweifen meine Augen ab
sind längst gefangen
im Schattenspiel
an den Fassaden
Gedanken fallen
in ein Szenarienmosaik
Fensterreflektionen
verformen sich
dein Gesicht verschwimmt
im Großstadtdickicht
der tausend Töne und Gerüche
Sätze lösen sich auftreiben davon im Ozean
hinterlassen
Wellenvibrationen
der Frustrationen
als ich meinem Gehirn
vergeblich befehle
zu funktionieren
alle einstudierten Skripte versagen
und es tut mir Leid, es tut mir wirklich Leid
aber könntest du das noch mal sagen?
Hast du dieses Gefühl auch schon einmal erlebt?

